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Elysée-moi!
Archiv des Autors: Stefan Brändle
Tags: Nicolas Sarkozy | Parodien
Der vermisste Präsident
«Sarkozy, du fehlst uns schon», heisst eine Publikation von sechs französischen Karikaturisten, die den Ausgang der Präsidentschaftswahlen vorwegnehmen. Ganz ähnlich tönt es bei Jean Plantu, der regelmässig in Le Monde und L’Express die Politaktualität mit dem Filzstift kommentiert. «Als Zeichner würde ich es bedauern, wenn Sarkozy abtritt», meint der bekannteste Karikaturist Frankreichs gegenüber dem «Landboten». Warum, zeigt sich bei der Lektüre von Plantus neuer Karikaturensammlung in Buchform, «On a marché sur les urnes». Sarkozy erschien in Plantus Karikaturen in … Mehr
Tags: François Hollande | Nicolas Sarkozy | Sozialisten | UMP
Die schönen Beurettes
Unter den neuen Gesichtern, die den französischen Wahlkampf prägen, stammen einige aus nordafrikanischen Einwandererfamilien. Doch warum sind es stets Frauen – gut aussehende Frauen? Frankreich – la France – hat ein weibliches Selbstverständnis: Die Nationalfigur heisst Marianne, die wichtigste Nationalheldin ist Jeanne d’Arc. Die Macher der Nation, also die Politiker, sind hingegen meist Männer, eben «les hommes politiques». Französische Politik ist eine Männerdomäne, ja -arena. Da wird viril gefochten und gerungen, speziell bei Präsidentschaftsduellen wie Mitterrand-Chirac oder jetzt Sarkozy-Hollande. … Mehr
Tags: François Hollande | Nicolas Sarkozy | Umfragen | UMP
Die Rache des Fleischerhakens
Eigene Freunde sind bessere Feinde. Diese Erfahrung macht Nicolas Sarkozy ganz zum Schluss des Präsidentschaftswahlkampfes. Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Ein untrügliches Zeichen ist es allerdings, wenn die Ratten das sinkende Schiff verlassen. Oder zumindest die Ex-Minister das Elysée. Mitte Woche haben mehrere ehemalige Mitstreiter Nicolas Sarkozys erklärt, sie wollten am kommenden Sonntag für seinen sozialistischen Herausforderer François Hollande stimmen. So etwa seine früheren, parteilosen Minister Martin Hirsch und Fadela Amara. Die Regierungspartei UMP betitelt die beiden als «Abtrünnige» … Mehr
Tags: Berlin | François Hollande | Fukushima | Nicolas Sarkozy
Ein Mann mit Weitblick (bis 200 Kilometer)
Frankreich fragt sich: Besuchte Nicolas Sarkozy wirklich Fukushima? Antwort: So sicher, wie er beim Mauerfall in Berlin dabei war. Die Atomdebatte wogt in Frankreich. Nicolas Sarkozy will am «nucléaire» festhalten, François Hollande den AKW-Anteil an der Stromproduktion abbauen. Bei einem Wahlmeeting warf der amtierende Präsident seinem Rivalen nun vor, keine Ahnung von Kernenergie zu haben, da er nicht einmal in Fukushima gewesen sei. «Wir waren in Fukushima. François Hollande offenbar nicht.» Denn wenn sich dieser in Fukushima erkundigt hätte, … Mehr
Tags: Eric Cantona | Kandidaten | Werbung
Der Streetwear-Revolutionär
Anfang Jahr setzte er zum Sturmlauf ins Elysée an. Jetzt vollzieht der ehemalige Fussballstar Eric Cantona einen fliegenden Wechsel von der Wahl- zu einer lukrativeren Werbekampagne. Selbst seine hartgesottesten Fans wurden auf dem falschen Fuss erwischt: The King, wie man ihn bei Manchester United nur nannte, taucht medial betrachtet wieder einmal dort auf, wo man ihn am wenigsten erwartet hätte. Im Januar hatte das Enfant Terrible des französischen und britischen Fussballs wieder einmal seine soziale Ader unter Beweis gestellt: Mit … Mehr
Tags: Nicolas Sarkozy
Chapeau, Herr Schauspieler
Meinungsumfragen sagen in Frankreich nicht aus, wer gewinnen wird, sondern nur, wer bisher als Wahlkämpfer besser war. Vive la nuance. Georges Pompidou, Staatspräsident von 1969 bis 1974, meinte einmal: «Les Français, il faut leur faire du théâtre!» – den Franzosen muss man ein Spektakel bieten. Verinnerlicht hat das vor allem der Kandidat Nicolas Sarkozy. Die Art, wie er sich vom Schwarzen Präsidenten-Peter zum chancenreichen Wiederwahlkandidaten hochgeangelt hat, ist hohe Wahlkampf-Kunst. Schauspielkunst. Im Wissen um die katholische Landesseele spielte Sarkozy nach … Mehr
Hilfe, er kommt zurück
Der Wind kehrt im französischen Wahlkampf. Das behaupten zumindest die drei grossen Wochenmagazine des Landes. Manchmal könnte man meinen, die Pariser Medien würden per Zauberhand gelenkt. Sie, die seit Monaten den Sozialisten François Hollande als zukünftigen Staatspräsidenten Frankreichs präsentieren, vollziehen eine Kehrtwende. Das linke Wochenmagazin «Le Nouvel Observateur» überschreibt seine neuste Ausgabe: «Hilfe, Sarkozy kehrt zurück». Das konservative Konkurrenzblatt «Le Point» bezeichnet den amtierenden Präsidenten auf dem Titelbild als «Der Mann, der nie verzichtet» – schon gar nicht auf ein … Mehr
Tags: Eva Joly
Pariser Treppensturz
Die grüne Präsidentschaftskandidatin Eva Joly fällt in den Umfragen immer tiefer – jetzt ist sie auf einer Kinotreppe gestürzt. Sie war eine ausgezeichnete Untersuchungsrichterin. Unerschrocken und unkorrumpierbar verfolgte Eva Joly (68) die Exponenten grosser Wirtschafts- und Politskandale. Viele Mächtige zitterten vor der hartnäckigen, aus Norwegen stammenden Magistratin, die vor fünfzig Jahren als Aupair-Mädchen nach Paris gekommen war. Ohne Gro Eva Farseth, wie sie in ihrem früheren Leben hiess, hätte es rund um die Schmiergeldzahlungen des Elf-Aquitaine-Konzerns – einer der grössten … Mehr
Tags: Berichterstattung | England | François Bayrou | François Hollande | Medien | Nicolas Sarkozy | Parodien
Humor ist, wenn es trotzdem kracht
The Economist fällt in seiner neuen Titelgeschichte über die «frivolen» Franzosen her. Die rächen sich mit britischem Humor. Dass sich Briten und Franzosen in einer herzlichen Hassliebe verbunden sind, ist nicht neu: Die ersten Aversionen dieser Art dürften 1066 bei der Schlacht von Hastings entstanden sein, wo die Normannen aus Frankreich die Angelsachsen schlugen. Heute noch macht sich «The Economist» ein Vergnügen daraus, dem gallischen Gockel eins auf die Federpracht zu geben, zumal dieser so gar nicht den liberalen Rezepten … Mehr
Tags: Jean-Luc Mélenchon
Jean-Luc, very dangerous
Im französischen Wahlkampf dominierte bisher der Kampf um rechte Wählerstimmen. Jetzt kommt aber auch Bewegung in die linken Fronten. Die französischen Medien nennen ihn schon den dritten Mann: Jean-Luc Mélenchon, Präsidentschaftskandidat der Linksfront legt in den Meinungsumfragen immer mehr zu. Der 60-jährige Ex-Sozialist bewirbt sich heute für die Kommunisten und seine Parti de Gauche, die Oskar Lafontaines Linker nachempfunden ist; und er kommt nun auf etwa 15 Prozent der Umfragestimmen und liegt damit teilweise im dritten Rang – vor der … Mehr

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